„Die europäischen Länder sind der Schosshund Washingtons“

Veröffentlicht: Juli 15, 2013 in Uncategorized

"Die europäischen Länder sind der Schosshund Washingtons"

Donnerstag, 4.Juli 2013, von Freeman um 12:05
Die europäischen Länder sind der Schosshund Washingtons. Platz, bei Fuß und fass. Da muss nur ein Anruf kommen und schon sperren Italien, Frankreich, Spanien und Portugal ihren Luftraum für die Maschine des bolivianischen Präsidenten Evo Morales und es erfolgt eine erzwungene Zwischenlandung in Wien. Während des unfreiwilligen Zwölf-Stunden-Stopp wurde die Maschine sogar von der österreichischen Polizei durchsucht. Die Annahme, der NSA-Whistleblower Snowden sei an Bord, stellte sich als falsch heraus. Ein ungeheuerlicher Vorgang, der internationale Gesetze und die Souveränität Boliviens aufs gröbste verletzt. In Südamerika sorgt der Vorfall für Wut und Empörung. Boliviens Präsident kritisierte, er sei in „Geiselhaft“ genommen worden. Die für seine Festhaltung in Wien verantwortlichen Länder hätten einen „historischen Fehler“ begangen. „Wir wurden in gewissem Sinne gekidnappt“, ergänzte Boliviens Verteidigungsminister Ruben Saavedra am Flughafen gegenüber Journalisten. „Das alles ist ein Komplott der USA, die europäische Staaten benützen und Lügen verbreiten.“ Man muss sich den umgekehrten Fall vorstellen. Zum Beispiel, Russland oder China würden den Überflug der Präsidentenmaschine von Obama über asiatische Länder verbieten, die Air Force One zur Landung zwingen und dann durchsuchen lassen. So ein Vorgehen würde einen Kriegsgrund darstellen und die Politiker in Washington würden sofort nach einem Atomschlag rufen. Aber mit den kleinen Ländern kann man es ja machen. Die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner nannte es einen Akt der Erniedrigung gegenüber Südamerika und sagte, es zeige den Kolonialismus des „alten Europa“. Um den Ernst der Lage zu betonen, haben die südamerikanischen Staatsführer die im UNASUR-Block vereint sind, ein Treffen in der bolivianischen Hauptstadt Cochabamba am Ende der Woche vereinbart, um eine gemeinsame Reaktion auf diesen Affront zu beschliessen. Möglicherweise gibt es eine Retourkutsche, wenn ein europäisches Staatsoberhaupt das nächste Mal nach Südamerika fliegt. Argentinien behandelt US-Staatsbürger bei der Einreise bereits genau wie sie umgekehrt behandelt werden. Als ich vergangenen Herbst in Buenos Aires nach der Landung zur Passkontrolle ging, sah ich eine separate Abfertigung für die Amerikaner. Es gab dort ein Schild wo frei übersetzt folgendes stand: „Wenn ihr uns wie Kriminelle behandelt, machen wir es mit euch auch.“ Ich musste zustimmend schmunzeln. Denn es ist wirklich so, die Einreise in die USA mit Fragenkatalog, Prüfung der No-Fly-Liste, Fingerabdrücke, Gesichtsfoto, biometrische Erfassung und einem Verhör über was man denn überhaupt hier will, ist die Behandlung wie wenn man ein Verbrecher wäre. So etwas habe ich nie bei meinen vielen Reisen in kommunistische Länder damals erlebt. Dabei waren es ja die bösen Diktaturen des Kaltenkrieg. Auch heute wenn man nach Russland oder China reist muss man nur seinen Pass bei der Einreise am Flughafen zeigen und schon ist man durch. Fliegt man nach Amerika ist die Prozedur wie wenn man in ein Gefängnis eingewiesen wird. Die Vereinigten Staaten sind ja auch mittlerweile ein grosses Gefängnis, wo man mit Polizeistaatsmethoden jedes Aufmucken niederknüppelt oder niederschiesst. Jeder, ob Einheimischer oder Ausländer, wird als möglicher Terrorist betrachtet. Wie heuchlerisch sich die europäischen Politiker jetzt wegen dem Prism-Skandal empören ist nicht zu überbieten. Sie regen sich über die Speicherung aller Telefongespräche und dem Internetverkehr durch die NSA auf und tun so wie wenn sie von nichts gewusst hätten. Was ist denn dann die Vorratsdatenspeicherung? Am heuchlerischsten benimmt sich wieder Merkel und sagt, der BND hat nichts davon gewusst und erst aus den Zeitungen davon erfahren. Lächerlich. Wenn das stimmt, dann muss der Bundesnachrichtendienst wegen Unfähigkeit sofort aufgelöst werden und Merkel zurücktreten. Dann, so etwas macht man mit Freunden nicht, sagen sie ganz verwundert. Freunde? Seit wann hat Amerika Freunde? Wie naiv muss man sein um das noch zu glauben? Washington sieht jedes Land als Feind an, gegen das man Krieg führen muss, so siehts aus. Was mit Deutschland passiert ist die grösste Industriespionage überhaupt. Die Amis interessiert doch nicht was wir Bürger machen, ob wir in der Nase bohren oder uns am Arsch kratzen, sondern nur was für Technologie die deutschen Firmen entwickeln, welche Aufträge laufen und mit wem Geschäftsverträge abgeschlossen werden. Die Hauptaufgabe der US-Geheimdienste, neben der Sammlung von Daten die zur Erpressung dienen, ist Spionage für die US-Konzerne zu betreiben. Genau wie das US-Militär die Schlägertruppe für die amerikanischen Konzerne darstellt und nur zur Eroberung von neuen Märkten dient, sind die US-Geheimdienste für das geheime Sammeln von Wissen, Know-How und Forschungsergebnissen zuständig. Was bei Airbus im Flugzeugbau erforscht wird landet sofort bei Boeing. Wenn ein Vertrag über Öl- und Gaslieferungen und einer Pipeline abgeschlossen wird, werden sofort die Ölkonzerne informiert damit sie intervenieren können. Notfalls wird ein Krieg angezettelt, um das Projekt zu verhindern. Siehe Afghanistan, Libyen und Syrien. Das gleich trifft auf das Ausliefern der ganzen Finanzdaten zu. Es ist doch völlig lächerlich zu glauben, es gehe um die Verhinderung von Terrorfinanzierung. Die US-Geheimdienste betreiben doch den ganzen Terror selber. Es sind ihre angeheuerten Dschihadisten die Terroranschläge verüben. Nein, es geht nur um das ausspionieren der Geldflüsse der Staaten und Firmen, wer wo was zahlt. Mit diesem Insiderwissen kann man gesichert spekulieren, genauso wie wenn man die Lottozahlen vorher kennt. Man gewinnt immer. Das schlimme dabei ist, unsere Politiker wissen das alles, tun aber völlig scheinheilig und überrascht. Sie sind Landesverräter und Feiglinge, arbeiten nur im Interesse fremder Mächte. Die Sperrung des Luftraums für die Maschine von Präsidenten Evo Morales, die Weigerung Snowden Asyl zu gewähren und wie sie die Prism-Spionage zulassen, zeigt wie Unterwürfig sie gegenüber Washington sind. Dabei verstehen die Amis nur eine Sprache, hier der Mittelfinger und „F..ck Off!“
Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Prism zeigt die Unterwürfigkeit der EU
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