Interview mit Christoph Hörstel

Veröffentlicht: Oktober 3, 2013 in Uncategorized

Interview mit Christoph Hörstel

 
Es ist so eine Art historischer Durchbruch und wichtig, dass man einfach diese lange Periode des „Nicht-Kontaktes“ zwischen so hochrangigen Vertretern, Spitzenpolitikern, beider Länder gestoppt hat. Ein Interview mit dem deutschen Buch-Autor, Christoph Hörstel, über das Telefongespräch zwischen Staatsnännern der USA und des Irans, Obama und Rohani.  

Rundfunk: Herr Hörstel, das Telefonat zwischen den Staatschefs der USA und Irans, Obama und Rohani, vom Freitag hat weltweit großes Echo gefunden. Das war der erste Kontakt zwischen Staatsmännern seit 35 Jahren,  also seit dem Sieg der Islamischen Revolution. Wie ist die Wahrnehmung in den westlichen Ländern?

Hörstel: In den westlichen Ländern ist das vorsichtig positive aufgenommen worden. Man sieht eindeutig einen Durchbruch. Das ist allen Beteiligten klar. Das alleine, selbst wenn nichts Weiteres dazu käme – was irgendwie positiv wäre, was auch nicht negativ wäre – wäre man weiterhin erfreut, dass das überhaupt stattgefunden hat. Es ist so eine Art historischer Durchbruch und wichtig, dass man einfach diese lange Periode des „Nicht-Kontaktes“ zwischen so hochrangigen Vertretern, Spitzenpolitikern, beider Länder gestoppt hat. Aber das gibt natürlich überall, das gibt es im Iran, das gibt es auch  im Westen klar, dass es   dazu die  eine und die andere einschränkende Idee gibt. Wie das nun zu bewerten wäre, da liegt die ganze Musik an der Geschichte, dass man jetzt schauen kann, was eigentlich die Substanz ist.

 

Rundfunk: Medien berichten zwar relativ viel  darüber, ohne allerdings  genaue Informationen mitzuliefern. Was ist an Informationen in die Öffentlichkeit durchsickert worden?

 

Hörstel:  Aus dem Telefonat gibt es sehr wenig, aber man kann klar sagen, dass hier insgesamt positiver Ton geherrscht hat, dass man sich höflich verabschiedet hat, dass möglicherweise das Gespräch viel netter und freundlicher  war als die politische Situation es im Grunde erlaubt. Also, wir haben hier ein besseres Verständnis, dass die beiden Männer, Rohani und Obama, sich am Telefon freundlicher unterhalten haben als die tatsächliche Faktenlage eigentlich nahelegen könnte. Das kann sicher aus dem Telefonat geschlossen werden. Wir haben auch die Geschichte in der „New York Times“ von heute, dass angeblich auf dem persönlichen Twiter-Account“ von Präsident Rohani Dinge, Formulierungen dazu standen, die nicht typisch diplomatisch waren, was daraus zitiert wurde. Offenbar hat die iranische Seite dies, diese Formulierung, wieder heruntergenommen und die Sache etwas förmlicher, etwas diplomatischer formuliert hat, und das ist ein interessanter Vorgang.       

Das Interview wurde geführt von Seyyed-Hedayatollah Shahrokny

 
 
Grüße an die noch wahren Journalisten !!!
 
Danke an Christoph Hörstel für seine Arbeit für die Wahrheit !!!
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