Wissenschaftler wandern aus Israel ab

Veröffentlicht: Oktober 24, 2013 in Uncategorized

Wissenschaftler wandern aus Israel ab

 

© Foto: SXC.hu

STIMME RUSSLANDS Hochqualifizierte Fachleute verlassen Israel. Experten befürchten, dass israelische Studenten ohne Professoren bleiben werden und das Land seine technologischen und wissenschaftlichen Positionen verlieren werde. Was bedeutet die Abwanderung von Wissenschaftlern für den jüdischen Staat und was hält man davon in Israel?

Israel verliert hochqualifizierte Kräfte. Die besten Köpfe wandern nach Amerika, Europa, China und Russland aus. Die Massenzuwanderung aus den GUS-Staaten gehört der Vergangenheit an. Nun fahren hochqualifizierte Fachkräfte in die USA, nach Kanada und Europa, in die Ukraine nach Georgien oder Kasachstan. Da zahlt man mehr und es ist leichter, einen guten Job zu finden, ohne zu riskieren, dass sein Haus mit Kassam-Raketen beschossen wird.

Das Thema beherrscht in der letzten Zeit israelische Schlagzeilen. Ein Grund dafür war die Verleihung des Nobelpreises in Chemie an zwei ehemalige Israelis Arieh Warshel in Michael Levitt. Geboren in einem Kibbuz, lebt Warshel seit 40 Jahren in den USA. Er wanderte aus, weil er keine feste Stelle in Waizman-Institut bekommen konnte. Aus dem gleichen Grund hat Israel auch der geborene Südafrikaner Michel Levitt verlassen, der seinerzeit nach Israel eingewandert war und dann doch Stanford University bevorzugt hatte. Nun bekamen die beiden US-Staatsbürgerschaft und planen nicht, nach Israel zurückzukehren. Dennoch hat der israelische Premier Benjamin Netanjahu Warshel in einem Telefongespräch persönlich gratuliert und er ihm angedeutet, dass man ihn immer noch für einen Landsmann halte.

Das Zweite israelische Fernsehen zeiget einen Beitrag zu israelischen Fachleuten und Professoren, die im Ausland arbeiten. Es stellte sich heraus, dass es in Stanford und Harvard ganze Abteilungen gibt, die von israelischen Fachleuten besetzt sind. Dudi Coen wanderte ebenso vor ein paar Jahren aus Israel aus. Er sagt, dass man ihm Bedingungen angeboten habe, auf die man nicht verzichte.

„In Israel ist alles teurer – Wohnungen, Lebensmittel usw. Es ist schwer, dort einen Job zu finden. Außerdem ist es in den USA viel ruhiger.“

Das Verhältnis der Israelis zu denen, die das westliche „Dolce Vita“ wählen, ist nicht eindeutig. Der frühere israelische Premier Yitzhak Rabin hat seinerzeit erklärt, dass diejenigen, die das Land verließen, „verächtliche Schwächlinge seien“. Vor kurzem hat der israelische Finanzminister Yair Lapid die Auswanderer beschuldigt, dass sie leichte Wege suchen und ihre Prinzipien für Komfort verkaufen. Dennoch stieg die Zahl von denjenigen, die englische Sprache und amerikanische Geographie lernen. Sollte es auch weiter so gehen, warnen israelische Experten, werden israelische Studenten bald ohne Professoren und Israel ohne den Antrieb des technologischen und wissenschaftlichen Fortschritts bleiben.

http://german.ruvr.ru/2013_10_18/Abwanderung-von-Wissenschaftlern-aus-Israel-3806/

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