Die Revolte kommt nach Amerika

Veröffentlicht: Oktober 28, 2013 in Uncategorized

 Der Ausfall des EBT-Systems (Essensmarken) und das kurzfristige Chaos das vergangenen Wochenende daraus resultierte, (siehe vorhergehenden Artikel), zeigt uns wie abhängig grosse Teile der Bevölkerung in den USA vom Staat geworden sind und was für ein Chaos bei einem längeren Ausfall stattfinden wird. Jeder siebte Amerikaner bekommt Essenmarken und Millionen mehr warten auf die Genehmigung ihrer Anträge dafür. Das gigantische staatliche Subventionsprogramm kostete 78,4 Milliarden Dollar im Jahre 2012, bezahlt vom US-Steuerzahler, heute noch viel mehr. Die Kosten haben sich seit 2008 verdoppelt. Der steile Anstieg zeigt wie die Amerikaner immer schneller verarmen und ohne Hilfe verhungern würden.

 

Das gleiche Schicksal trifft alle sogenannten westlichen Industrieländer, auch Europa wie mein Artikel „Rote Kreuz – Europa versinkt in tiefe Armut“ zeigt, und man muss eine neue Klassifizierung dafür finden. Wie wäre es mit „völlig am Arsch Welt“ hinter der III. Welt? Es ist doch an Ironie nicht zu überbieten, dass Menschen aus den ehemaligen Kolonialstaaten, wie Portugal, Spanien oder England, sich in die Kolonien absetzen, weil es dort besser ist als zu Hause.

Wie zum Beispiel nach Angola, wo Portugiesisch die Amtssprache ist und etwa 30 % der Angolaner – vor allem in der Hauptstadt Luanda – auch als Muttersprache sprechen. Mittlerweile sind 150’000 Portugiesen vor dem Niedergang in ihrer Heimat in die Ex-Kolonie geflohen. Die Deutschen können ja nach Deutsch-Südwestafrika (Namibia), Deutsch-Westafrika (Togo, Kamerun), Deutsch-Ostafrika (Tansania, Ruanda, Burundi) auswandern oder in die Deutschen Schutzgebiete in der Südsee (Neuguinea, Salomonen, Nauru).

Auf der britischen Insel in Wales sind 32’638 Menschen von der karitative Essensausgabe Trussell Trust zwischen April und September 2013 mit Lebensmittel versorgt worden, im Vergleich zu 12’377 in der gleichen Zeit vor einem Jahr – fast eine Verdreifachung. Trussell Trust betreibt 33 Tafeln und 70 Ausgabestellen in Wales und die Anzahl hat sich in ganz Grossbritannien in einem Jahr verdoppelt. 149,000 Briten sind 2012 ausgewandert und 2 Millionen in den letzten 10 Jahren. Sicher weil es ihnen so gut ging.

Wegen der sagenhaften Arbeitslosigkeit von 30 Prozent bei Erwachsenen und 60 Prozent bei den Jugendlichen, sind im vergangenen Jahr über 280’000 Spanier ausgewandert, hauptsächlich nach Lateinamerika, nach Argentinien, Venezuela und Mexiko zum Beispiel. Was haben ihnen und uns aber die ganzen EU-Turbos versprochen? Mit der Europäischen Union und mit der Gemeinschaftswährung Euro werden goldene Zeiten ausbrechen und jeder im Wohlstand leben. Dabei, so schlecht wie jetzt ist es den Europäern seit dem Krieg nicht mehr gegangen.

Guckt euch Kroatien an. Kaum Mitglied in der EU und schon ist die Wirtschaftskrise da. Der Tourismus und die Exporte sind eingebrochen: Minus 20 Prozent allein im August. Wie kann man so blöd sein nach dem was alles passiert ist, der EU und dem Euro beitreten? Damit wird man restlos ruiniert und der nächste Pleitekandidat der gerettet werden muss steht schon vor der Tür.

Zurück nach Amerika. Die Vergabe von Essensmarken oder das SNAP-System ist nur eines der Programme Washingtons, um den Kauf von Lebensmittel für die ärmsten Familien und Individuen zu ermöglichen. Hier eine Liste der Programme und wie viele Menschen für ihre Grundbedürfnisse davon abhängig sind:

– 47,7 Millionen sind SNAP-Empfänger
– 8,9 Millionen beziehen WIC, (Nahrung für Frauen, Babys und Kinder)
– 10,5 Millionen Kinder erhalten gratis oder verbilligtes Frühstück jeden Schultag
– 19,6 Millionen Kinder erhalten ein gratis oder verbilligtes Mittagessen jeden Schultag
– 500’000 Amerikaner bekommen Gratisessen aus dem Commodity Supplemental Food Program

Man kann diese Liste nicht ohne Zusammenhang mit den 17 Billionen an Schulden ansehen, und dann noch glauben, diese Grössenordnung ist noch aufrecht zu erhalten. Der Zusammenbruch des EBT-Systems am vergangenen Wochenende lässt erahnen, was den Amerikaner bald blühen wird. Denn, wenn die USA zahlungsunfähig wird und die Regierung wählen muss, ob sie die fällige Tilgung und die Zinsen für die 17 Billionen an Schulden zahlen soll oder die Unterstützung für fast 50 Millionen Bedürftige, was wird sie entscheiden?

Dann kommt noch dazu, wer meint der Ausfall an Subventionen für die Bedürftigen was das Essen betrifft ist schlimm, was ist erst wenn die staatlichen Zahlungen für die Rentner, Invaliden, Soldaten, Polizisten und zahllosen anderen die auf der Lohnliste des Bundes stehen sich verzögern, reduziert werden oder ganz ausfallen? 

Viel zu viele Amerikaner sind völlig vom Staat für ihren Lebensunterhalt abhängig. Beide Parteien, ob Republikaner oder Demokraten, sind grosse Geldausgeber und haben das Land unvorstellbar verschuldet. Die einen für Sicherheit, Militär und Kriege, die anderen um Stimmen zu kaufen. Was hat Obama alles den Schwarzen versprochen, die ihn als ihren Messias ansahen.

Ist doch egal ob sich Washington über eine Erhöhung der Schuldengrenze einigt oder nicht, die Schuldenwirtschaft geht einfach weiter und eine wirkliche Lösung ist nur hinausgeschoben. Man kann nicht auf Dauer mehr ausgeben als man einnimmt und nur Schuldscheine der Welt ausstellen. In 15 Wochen im Februar 2014 ist Amerika wieder am Anschlag und muss erhöhen.

Amerika ist wie ein Heroinsüchtiger der immer höhere Dosen an Gift sich spritzt, um den Kick zu erhalten. Dabei gibt es nur eine Möglichkeit um zu überleben, ein schmerzhafter Entzug, oder man stirbt an einer Überdosis. 

Sollten die wirklichkeitsfremden Politiker, die keinen Bezug zu den Nöten der Bevölkerung haben, entscheiden, eher den Verpflichtungen gegenüber Kreditgebern und Bankstern nachzukommen, statt den Millionen an hungernden Bürgern, dann ist der Friede auf den Strassen Amerikas vorbei. Dann wird geplündert, gebrandschatzt und auch geschossen. Dann kommt die Revolte nach Amerika.

Der Baum der Freiheit muss von Zeit zu Zeit mit dem Blut der Patrioten und der Tyrannen begossen werden. Dies ist der Freiheit natürlicher Dünger.“ Präsident Thomas Jefferson (1801–1809).

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Die Revolte kommt nach Amerika http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2013/10/die-revolte-kommt-nach-amerika.html#ixzz2j0rSjGaI 

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