BRiD: US-Militär will neue Generation von Atomwaffen in Deutschland stationieren

Veröffentlicht: November 5, 2013 in Uncategorized

Die B 61-Raketen, die mit neuen Nuklear-Sprengköpfen ausgestattet werden sollen. (Foto: United States Department of Defense, SSGT Phil Schmitten)Die B 61-Raketen, die mit neuen Nuklear-Sprengköpfen ausgestattet werden sollen. (Foto: United States Department of Defense, SSGT Phil Schmitten)

 
Berlin/Washington (DWN/focus/IRIB) – Die für Atomwaffen zuständige US-Behörde plant, eine neue Generation von Nuklear-Waffen in Deutschland zu stationieren.
Die NNSA (National Nuclear Security Administration) hat eine Vorlage für den US-Kongress erstellt, um neue Atomwaffen anzuschaffen, die auch in Deutschland stationiert werden sollen, berichtete DWN am Sonntag. Damit das Budget genehmigt wird, spricht die Behörde von der Ablöse von alten Waffen und Sicherheits-Verbesserungen. Tatsächlich geht es jedoch laut der Union of Concerned Scientists darum, aus alten Bomben moderne Lenkwaffen zu machen. Die Beschreibung der Anforderung der neuen B 61-Bomben weist darauf hin, dass die Waffensysteme von herkömmlichen, auf den senkrechten Abwurf beschränkten Fliegerbomben, auf Waffensysteme mit Lenkwaffen-Fähigkeit umgerüstet werden sollen. So sollen die Sprengköpfe mit Radar, JTA-Antennen, Informations-Prozessoren und optischen Komponenten versehen werden. Dies sind eindeutige Anforderungen, die auf Lenkwaffen-Systeme schließen lassen. Das Dokument, das im Internet in voller Länge als Beschaffungs-Plan für das Budget-Jahr 2014 veröffentlicht ist, und das vom Spiegel ausfindig gemacht worden ist, versteckt die neue Waffensysteme aus gutem Grund hinter der scheinbar notwendigen Erneuerung und Sicherheits-Verbesserung. Wegen der knappen Haushaltsmittel hatte der Kongress der NNSA bereits zwei Ansuchen auf neue Waffensysteme abschlägig beschieden: Es sei kein Geld für neue Systeme vorhanden. Die UCS-Experten kommen in ihrer Analyse zu dem Schluss, dass die B 61, wie sie heute in Deutschland stationiert sind, weder veraltet sind noch ein Sicherheits-Risiko darstellen. Die Wissenschaftler vermuten hinter der Tarnung den Versuch der NNSA, sich nicht eine weitere Abfuhr bei der Beschaffung neuer nuklearer Waffensysteme einzuhandeln. Eine gesonderte politische Zustimmung Deutschlands zur Stationierung neuer Atomwaffen-Systeme auf deutschem Boden ist im Rahmen des Nato-Vertrags nicht vorgesehen. Es ist ausschließlich eine Frage des Geldes, ob die US-Militärs die neuen Waffen erhalten und dann in Deutschland stationieren. In der US-Armee herrscht schon seit langem erheblicher Unmut wegen der finanziellen Beschränkungen. Führende Militärs halten die Streitkräfte für unterfinanziert und haben deshalb auch den Syrien-Feldzug boykottiert. Ebenfalls ungeklärt ist, was eigentlich im Falle eines Nuklear-Unfalls mit den Waffen auf deutschem Boden passiert. Die Vereinigten Staaten haben seit den 1950er-Jahren Atomwaffen in der Bundesrepublik stationiert. Nach „Spiegel“-Informationen lagern am Standort Büchel in der Eifel bis zu 20 Bomben. Europaweit befinden sich nach Angaben des Magazins rund 160 zusätzliche Sprengköpfe.
 
 
 
Grüße an das besetzte Wirtschaftsgebiet der BRiD sowie deren Schlafmichel !!!
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