Die neue iranische Diplomatie und die Verwirrung der Führung des israelischen Regimes

Veröffentlicht: November 11, 2013 in Uncategorized
In den letzten Tagen wurde die Aufmerksamkeit von Medien und internationalen Analytikern hauptsächlich auf die wahrscheinliche Einigung bei den Atomgesprächen zwischen Iranund dem Westen, auf die Entspannung in den iranisch-amerikanischen Beziehungen und auch auf das Telefongespräch der Staatspräsidenten beider Länder gelenkt.

Inzwischen sind die Verantwortlichen des israelischen Regimes, diegroße Angst vor Beziehungen zwischen Iran und den USA haben, anscheinend verwirrt und geben widersprüchliche Stellungnahmen ab.

Parallel zum Austausch positiver, Hoffnung erweckender Botschaften zwischen iranischen und amerikanischen Politikern versucht dieFührung des israelischen Regimes, durch negative Stellungnahmen und indem sie durch ihre Lobbies in den USA Druck auf amerikanische Staatsmänner ausübt, jede Einigung zwischen Iranund den USA von vornherein zu verhindern. Doch inzwischen können wir beobachten, dass es sogar unter den höchsten Politikern dieses Regimes diesbezüglich keinen Konsens gibt und eine gewisse Verwirrung unter ihnen auffällt.

Die Stellungnahmen der israelischen Politiker gegen diediplomatische Vorgehensweise zwischen Iran und den USA sind insbesondere verschärft worden, seit der iranische Staatspräsident Hassan Rohani in einem Interview mit dem Nachrichtensender NBCdie Behauptung, Iran plane den Bau von Atomwaffen, für haltlos hielt und den Wunsch nach einer Öffnung der Tür zu Verhandlungen mit dem Westen (besonders mit den USA) zur Beseitigung von Missverständnissen zum Ausdruck brachte.

Nach der Veröffentlichung dieses Interviews, das große Resonanz hervorrief und weltweit positiv aufgenommen wurde, äußerte sich Benjamin Netanjahu, der Premierminister des israelischen Regimes, negativ über Rohani und warnte die westlichen Staaten davor, ihr Verhältnis zu Iran zu normalisieren und den Druck der Sanktionen gegen dieses Land zu mindern.

Außerdem behauptete Netanjahu, Iran verfolge bei einer Einigung mit dem Westen in der Nuklearfrage das Ziel, Teile seines Nuklearprogramms zu behalten, obwohl iranische Politiker immer gesagt haben, sie wünschten eine Fortsetzung ihres friedlichen Nuklearprogramms unter Aufsicht der IAEA. Einer der radikalen Minister seines Kabinetts stellte auch die erlogene Behauptung auf,Iran werde bis in sechs Monaten in den Besitz von Atomwaffen gelangen und darum gebe es keine Zeit mehr, weiter mit diesem Land zu verhandeln.

Tatsächlich legen israelische Politiker seit Jahren immer wieder einen Termin fest, an dem Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Netanjahu hatte im vergangenen Jahr bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen eine rote Linie gezogen und verkündet, Iranwerde bald in den Besitz der Atombombe gelangen und dies müsse verhindert werden, obwohl Iran klar und deutlich gesagt hat, es strebe nicht nach der Atombombe und habe seine gesamten Zentrifugen unter die Aufsicht der Inspektoren der IAEA gestellt und von diesen inspizieren lassen.

Während der oben genannte israelische Politiker jeder Verbesserung der Beziehungen zwischen Iran und dem Westen negativ gegenüberstand, nahm Shimon Perez, der Staatspräsident des israelischen Regimes, in einer Rede im Gegensatz zu den israelischen Hardlinern einen ziemlich unterschiedlichen und vorsichtigen Standpunkt zur Verbesserung der Beziehungen zwischenIran und den USA ein.

Perez äußerte sich folgendermaßen: „Ich hoffe, dass wir einen neuen Ton aus Iran hören und dass das iranische Atomproblem friedlich gelöst wird, ohne dass es dazu des Einsatzes von Gewalt bedarf.“

Jedenfalls zeigen diese widersprüchlichen Stellungnahmen von Seiten der israelischen Führung, dass auf höchster politischer Entscheidungsebene des israelischen Regimes keine Einstimmigkeit darüber herrscht, wie man auf die wahrscheinliche Verbesserung der Beziehungen zwischen Iran und den USA reagieren soll.

Man muss jedoch sagen, dass die israelischen Politiker in ihrer Opposition zu einer Öffnung in der iranischen Atomfrage nicht allein sind. Auch die kriegstreiberischen Abgeordneten des amerikanischen Kongresses unterstützen sie darin vehement. Meldungen zufolge arbeiten die Mitglieder des Repräsentantenhauses an einem Plan, nach dem Obama die Erlaubnis erhalten soll, notfalls das Militär gegenIran einzusetzen.

Selbstverständlich wird keine Verhandlung zum erwünschten Ergebnis führen, indem eine Seite mit einer Verschärfung der Sanktionen droht. Solange die amerikanische Seite mit dem Druck der Zionisten nur auf ein Spiel aus ist, bei dem es einen Gewinner und einen Verlierer gibt, kann man keine Fortschritte bei den Gesprächen zwischen Iran und den USA erwarten.

Israel, das an einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Iranund dem Westen (besonders den USA) nicht interessiert ist, bemüht sich, indem es Hindernisse schafft und indem seine Lobbies auf dieUSA Einfluss ausüben, jede Einigung, bei der beide Seiten dieGewinner sind, zu verhindern.

 

http://die-evidenz.de/new2/index.php?option=com_content&view=article&id=695:die-neue-iranische-diplomatie-und-die-verwirrung-der-fuehrung-des-israelischen-regimes-&catid=9:analyse&Itemid=37

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