Atomstreit: Einigung zwischen G5+1 und Iran

Veröffentlicht: November 24, 2013 in Uncategorized

Atomstreit: Einigung zwischen G5+1 und Iran

 
Genf (Press TV/ORF) – Die fünf UN-Vetostaaten und Deutschland haben in der Nacht nach tagelang zähen Verhandlungen mit dem Iran in Genf eine Einigung im Atom-Streit erzielt.
„Wir haben in den 5+1-Gesprächen eine Einigung“, sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am frühen Sonntagmorgen. Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton verkündete sie dort gemeinsam mit der Verhandlungspartnern.
Vertreter der fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, England und Frankreich sowie Deutschlands (5+1) hatten seit Mittwoch mit der iranischen Delegation über eine Übergangslösung verhandelt, um den jahrelangen Streit um das iranische Atomprogramm beizulegen. Am Samstag schalteten sich die Außenminister in die Gespräche ein, die Verhandlungen gingen bis tief in die Nacht. 
Dies sei der erste Schritt zu einer umfassenden Lösung in den kommenden Monaten, sagte US-Präsident Barack Obama in der Nacht zum Sonntag in Washington.  
Der Iran hatte zuletzt noch einmal darauf gedrungen, dass sein Recht auf Urananreicherung in einem Abkommen festgeschrieben wird. In dem Abkommen wurde nach Angaben des iranischen Außenministers Mohammed Dschawad Zarif das Recht Irans auf Urananreicherung anerkannt. Zudem sollen die Urananreicherungsanlagen Natans und Fordo sowie der Schwerwasserrektor Arak ihre Arbeit fortsetzen. In dem Abkommen sei auch festgelegt worden, dass ein Teil der gegenwärtigen internationalen Sanktionen aufgehoben werden.
Zarif sagte: Die Vereinbarung sei jedoch nur eine „erste Etappe“.
Die Nachrichtenagentur AP berichtete unter Berufung auf  US-Regierung, dass in der Vereinbarung das Recht des Iran auf Urananreicherung nicht ausdrücklich anerkannt. Darum war zuletzt erbittert gestritten worden. Enthalten sei ein Verzicht des Irans auf den Weiterbau seines Plutoniumreaktors. Zudem werde Teheran den Ausbau seiner Kapazitäten zur Urananreicherung stoppen. Auch sei Teil der Vereinbarung, dass der Iran seine bereits auf 20 Prozent angereicherten Uranbestände neutralisiert und internationale Kontrollen seiner Atomanlagen akzeptiert.
Der französische Außenminister Fabius begrüßte das Abkommen als „wichtigen Fortschritt für die Sicherheit und für den Frieden“. Der amtierende deutsche Außenminister Westerwelle bezeichnete die Vereinbarung mit dem Iran als „Wendepunkt“.
 
 
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