Krise in Kiew: „Der Westen löscht das Feuer mit Benzin“

Veröffentlicht: Dezember 11, 2013 in Uncategorized

Krise in Kiew: „Der Westen löscht das Feuer mit Benzin“

 

© Foto: STIMME RUSSLANDS

STIMME RUSSLANDS Die Anti-Regierungs-Proteste in der Ukraine liegen im Interesse des Westens, stellt ein russischer Experte fest. Ein anderer Analyst sagt, der wahre Drahtzieher trete nun endlich aus dem Schatten.

In der Nacht zum Mittwoch begannen die Spezialkräfte, die Barrikaden in der Stadtmitte abzubauen. Die Demonstranten blockierten jedoch die Zugänge zu ihrem Stab, der sich im Haus der Gewerkschaften befindet. Am Mittwochvormittag versuchte die Polizei, die Demonstranten aus der Stadtmitte zu verdrängen. Die Behörden erklärten, es gehe um keine gewaltsame Auflösung der Kundgebung, sondern nur darum, die Straßen wieder fahrbar zu machen. Die Oppositionellen, die sich im Bürgermeisteramt verbarrikadierten, wollten aber nicht aufgeben.

FOTOSTRECKE: Die Kiewer Polizei versucht der Protestaktion ein Ende zu setzen

Linas Linkeviсius, Außenminister des EU-Vorsitzlandes Litauen, mahnte die ukrainische Führung zum sofortigen Gewaltstopp. Die Anwendung von Gewalt habe das Vertrauen zur der Regierung in Kiew untergraben, hieß es. Am Dienstag waren die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und die Europabeauftragte der US-Regierung, Victoria Nuland, in der Ukraine eingetroffen. Der Experte Wladimir Kornilow, Chef der ukrainischen Abteilung der Denkfabrik „Zentrum für eurasische Studien“, sagt, der Westen gebe offen der ukrainischen Opposition Rückendeckung:

„Westliche Politiker sagen direkt, die seien an einer Fortsetzung der so genannten friedlichen Proteste interessiert. Sie treffen sowohl mit ukrainischen Staatsmännern als auch mit Oppositionellen zusammen. Nuland sagte zwar, es gebe vorerst keinen Grund, Sanktionen gegen Janukowitsch einzuführen. Ich denke aber, die Opposition wird diese Situation ‚korrigieren‘. Derzeit weilen europäische und amerikanische Diplomaten in Kiew. Falls man in ihrem Beisein Gewalt gegen die Demonstranten anwendet, bekommt die Opposition einen Trumpf. Aber auch die Geschehnisse in der Nacht, als die Polizei ohne Gewalt und hartes Vorgehen die Demonstranten von den illegal besetzten Geländen verdrängte, können schon in diesem Sinne instrumentalisiert werden.“

Igor Schischkin, Vizechef der russischen Denkfabrik „Institut für GUS-Länder“, sagt, der Westen wolle der Ukraine einen Knebelungsvertrag aufzwingen:

„Die Ankunft dieser Politiker ist ein Beleg dafür, dass der Westen seine Einmischung nicht mehr verbergen will. Besonders interessant ist der Besuch von Nuland. Denn die USA versuchten bis zum letzten Moment, im Schatten zu bleiben. Nun tritt die Situation in ihre kritische Phase ein: Polen und die Brüsseler Bürokraten haben die Erwartungen nicht erfüllt. Dann musste der wahre Drahtzieher aus dem Schatten treten. Es gelang ihm nicht, sich die Kastanien aus dem Feuer holen zu lassen. Nun ließ Nuland die US-Interessen ans Licht kommen.“

Sergej Chelemendik, Politik-Experte in Bratislava und Ex-Abgeordneter des slowakischen Parlaments und der parlamentarischen Versammlung des Europarates, sagt, der Westen wolle Präsident Janukowitsch zur Kapitulation zwingen:

„Die Situation kann auf eine Spaltung der Ukraine hinauslaufen. Auch schwerere geopolitische Folgen sind möglich. Westliche Politiker werden daran schuld sein, denn sie versuchen faktisch, das in der Ukraine entbrennende Feuer mit Benzin zu löschen.“

 

http://german.ruvr.ru/news/2013_12_11/Krise-in-Kiew-Der-Westen-loscht-das-Feuer-mit-Benzin-0827/

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