Zionistische Weltorganisation will bis zu 100.000 Juden ansiedeln

Veröffentlicht: Dezember 13, 2013 in Uncategorized

Zionistische Weltorganisation will bis zu 100.000 Juden ansiedeln

 
Tel Aviv (Haaretz/Tachles.ch)  –  Nach einem Bericht der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ beabsichtigt die israelische Regierung die Ansiedlung von bis zu 100.000 Juden im Norden des Landes.

Dabei geht es um die Schaffung eines Gleichgewichts zwischen jüdischer und arabischer Bevölkerung, das sich seit vielen Jahren zugunsten der Araber entwickelt hat. Mit der Planung dieses Projektes ist die Siedlungsdivision der Zionistischen Weltorganisation (ZWO) beauftragt.

Der Plan sieht die Gründung neuer Ortschaften und die Erweiterung bestehender über die im Nationalen Gesamtentwicklungsplan fixierten Grenzen hinaus vor. In den letzten Wochen hat die Siedlungsdivision laut „Haaretz“ bereits Firmen zur Beteiligung an der Planung aufgefordert.

Bereits jetzt fördert die ZWO mit staatlicher Unterstützung Pläne zur Errichtung einiger Orte im Negev im Süden des Landes. Hier soll der Bau von Mitzpim (Hügel-Aussenposten) ausgeweitet werden, um der „israelischen Souveränität durch Siedlungsaktivität Ausdruck zu verleihen“. Der aus den 1980er Jahren stammende Mitzpim-Plan habe zwar ein „starkes Netz von Gemeinden“ geschaffen, doch sei es ihm nicht gelungen, das „demografische Gleichgewicht in der Gegend“  zu verändern. Wörtlich heisst es: „Die heutige Realität in den ländlichen Gegenden in Zentral-Galiläa besteht in einem Mangel an Siedlungsoptionen, welche eine stabile jüdische Bevölkerung anziehen und ein bedeutungsvolles Bevölkerungsgleichgewicht schaffen würden.“

In einem „Haaretz“ vorliegenden Schreiben kritisiert die ZWO-Siedlungsdivision die gegenwärtige, auf dem Nationalen Gesamtplan Nummer 35 basierende israelische Planungspolitik. Dieser Plan unterstreicht zwar die Wichtigkeit des Ausbaus bestehender Ortschaften und Siedlungen, ist aber gegen die Errichtung neuer Orte und beschränkt die Kapazität von ländlichen Gemeinden auf je 500 Wohneinheiten. Laut dem Brief ist die Division dagegen der Ansicht, dass innerhalb bestehender Gemeinden und in ihnen anliegenden Vierteln neue Wohnquartiere von je 700-1000 Einheiten gebaut werden sollten. Ferner schlägt die Siedlungsdivision der ZWO die Aufgabe der bisherigen Politik der dichten Bebauung in urbanen Gegenden wie Ober-Nazareth und Carmiel vor. Stattdessen sollte der Bau von Einfamilienhäusern bis zum äusseren Rand des Einzugsgebiets der Stadt erlaubt werden. Planungsexperten warnen allerdings vor weitreichenden Einflüssen der Idee der Siedlungsdivision auf die Reserve an offenem Gelände in Galiläa.

 

http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/233121-zionistische-weltorganisation-will-bis-zu-100000-juden-ansiedeln 

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